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Singvogel am Spieß

Singvogel am Spieß

Bis zu 80 Euro lassen sich die Zyprer eine Portion der nur wenige Gramm schweren Singvögel kosten, obwohl deren Verkauf längst verboten ist. In Italien beginnt die Jagdsaison: Sie macht Millionen Sing- und Zugvögeln den Garaus. Die Jagdsaison wird eröffnet, und jeder der rund 700 000 italienischen Jäger kann täglich bis zu 30 Stück ungeschützter Vogelarten wie Singdrosseln, Kiebitze, Wachteln, Waldschnepfen, Feldlerchen oder Turteltauben schießen. Verkauf längst verboten Und das wird vielen Tieren zum Verhängnis, denn „Ambelopoúlia“ (Weinbergvögel) gelten dort als Delikatesse. Mara, 74, Bäuerin in der Toskana, ist glücklich: Kinder, Enkel und Neffen sitzen bei ihr am Tisch und langen mit großem Appetit und ölverschmierten Fingern in die Pfanne. Es wird geschwatzt, gelacht, und immer wieder drückt einer seinen Zeigefinger in die Wange und dreht ihn hin und her. Das Rotkehlchen ist ein kleiner, lebhafter Vogel. Von der wahllosen, umfassenden Jagd sind Vogelschützern zufolge mehr als 150 Vogelarten betroffen, von denen 78 auf der EU-Liste gefährdeter Arten stehen. In diesen Tagen beginnt es wieder, das große Vogelfressen - und Vogelsterben. Denn das Festmahl besteht aus winzigen, nackten Singvogelleibern: gebrutzelten Buchfinken und Stieglitzen, Drosseln und vor allem Rotkehlchen. Was die toskanischen Landleute kulinarisch so begeistert, dürfte die Menschen nördlich der Alpen eher entsetzen. Darüber hinaus haben die zuständigen Regionalregierungen Millionen Singvögel, die eigentlich unter Artenschutz stehen, für die Dauer der Jagdsaison - etwa bis Anfang kommenden Jahres - zum Abschuss freigegeben. Auch die Spieße, die Mara ihren Lieben als nächsten Gang serviert, sind mit Rotkehlchen bestückt, jeweils eine Scheibe Speck und ein Salbeiblatt dazwischen.

Diese sind so klein, dass sie mit Bein- und Flügelknochen samt Kopf verspeist werden - nur der winzige Schnabel bleibt übrig.

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